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Letztes Update: 07.06.2005

Werdegang

Jahrgang 84/85 - Der Kampf um die rot-weiße Kirmes

    

 

Die Pflege von Traditionen ist nicht einfach ein stures Festhalten an Altem – es ist nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das Aufrechterhalten einer Flamme.

Wir schreiben das Jahr 1991 n.Chr. als 50 stolze und mutige Erstklässler sich in den 4-jährigen Kampf der Grundschule begaben. Vier Jahre lang haben sie sich gequält, gekämpft und haben es letztendlich in die „große weite Welt“ geschafft. Nach diesem vollendeten Ziel ging nun jeder zunächst seinen eigenen Weg in die Ferne und traf z.T. den ein oder anderen auf seinem Pfade wieder.

Jahre vergingen, doch irgendwann war der Augenblick gekommen, an dem sich alle wieder trafen. Einige blieben bis zum Schluss, andere blieben auf ewig verschollen und kamen nie mehr zurück. Viele andere wiederum zogen in ein anderes Dorf. Die wirklich tapferen Krieger jedoch bildeten im Laufe der Jahre eine immer stärker werdende Einheit um sich letztendlich als Vor-vor-jahrgang gegen die Angriffe der älteren Jahrgänge zur Wehr zu setzen. Bis dahin hatten die damals noch 17 mutigen Kämpfer noch eine Menge Müh und Arbeit vor sich. Damals nannte man sie noch „Quietscheentchen“, die von älteren und stärkeren Jahrgängen noch in Grund und Boden geschrieen wurden. Damals mussten sie noch mit dem grausamen Schicksal leben, Hohn und Spott zu ernten mangels Wissen an so genannten Kampfesliedern und Schlachtrufen. Doch sie lernten schnell und wuchsen schon bald zu einer selbstbewussten Gruppe heran.

Um sich in ihrer Heimatgemeinde auch gut zurecht zu finden, unternahmen sie kurz darauf eine nächtliche Führung durch das altertümliche Dorfes und wurden in die geheimen Ecken von Engers hinein geführt.

Weitere größere Ausflüge und regelmäßige Zusammenkünfte folgten allmählich. Dies sollte sowohl die Gemeinschaft und den Zusammenhalt stärken, aber sicherlich auch den Spaß an der Freud.

So kam es, dass sich die Truppe eines Tages auf den Weg in die rheinische Stadt Bonn begab, um das allseits bekannte Volksfest „Rhein in Flammen“ zu feiern. Doch unglücklicherweise wurden zwei tapfere Krieger in den großen Weiten der gefährlichen Römerstadt Bonn zurück gelassen, die aber dennoch in der langen Nacht den Weg nach Hause fanden und sicher im heimatlichen Dorf ankamen.

Eine Woche vor der Kirmes im Jahre 2004 n.Chr. hieß es nun, die Schlossstraße solle gestürmt werden. Das musste natürlich baldigst verhindert werden und es wurden unzählige Verteidigungsnagriffe getroffen, die das Eindringen in die Straße verhindert solle.

Doch das war nicht die letzte Hürde, die der Jahrgang zu nehmen hatte. Ihm standen als Vorjahrgang noch einige harte Prüfungen zuvor, am schlimmsten die Versteigerung an Kirmesmontag in der Schloss-Schenke. Doch als auch die schwerste und härteste aller Prüfungen mit Müh und Not überstanden war, bekam die Gruppe nach einigen harten Kämpfen gegen den Nachjahrgang nun endlich das Zepter in die Hand. Eine Zusammenkunft vieler Jahrgänge folgte dann wie jedes Jahr im Lemmler-Park, was zum krönenden Abschluss des Abends wurde.

Wenige Monate später hieß es nun für den Jahrgang 84/85, das alljährliche Fest, die traditionelle Kirchweih in Engers im Jahre 2005 n.Chr. auszurichten. Die Vorbereitungen waren schon in vollem Gange, es wurde geschweißt und gebaut, um der Bevölkerung das kommende Motto des alljährlichen Festes zu präsentieren. Es soll, wie die vergangenen Jahre zuvor auch schon, das schönste Fest der ganzen Umgebung werden. Doch das kostete viel Kraft und Arbeit, zumal noch zwei wenig tapfere Krieger das Feld räumten und die Gruppe vorzeitig verließen.

Doch nichts desto Trotz hieß es für den Rest viel viel Arbeit. Unzählige Rosen wurden in heimatlichen Gaststätten gekräuselt und gebunden.

Doch um dies zu finanzieren, hieß es noch mehr harte Arbeit. Auf traditionellen Dorffesten, genannt Karneval, wurden Bier- und Weingläser gestemmt und gespült. Doch die große Müh hat sich durchaus gelohnt, in jeglicher Hinsicht. Danach hieß es noch mehr harte Arbeit. Tagtäglich wurde in einer versteckten Ecke des Dorfes nähe des Bahndammes, im Lokschuppen, unzählige Stunden verbracht.

Mit der Zeit ließen auch die Kräfte der Gruppe nach und es wurde mal wieder Zeit für eine Stärkung durch den geheimen Zaubertrank. So kam es, dass sie sich auf den Weg in die Weinstadt Leutesdorf begaben um verschiedene Tränke zu probieren. Letztendlich einigten sich doch alle mehr oder minder einstimmig eine bestimmte Geschmacksrichtung des Trankes. Einige von ihnen schauten jedoch ein wenig zu tief in den Kessel und litten hinterher einige lange Stunden unter einer Überdosis Zaubertrank. Doch auch das legte sich wieder und nun waren wieder alle gestärkt um frisch ans Werk zu gehen. Denn die Zeit drängte mehr und mehr und es lagen nur noch wenige, aber harte Wochen vor ihnen…

Wie die ganze Geschichte nun enden wird, das erfahren Sie, wenn Sie auf die Engerser Kirmes kommen!


Wir hoffen nun, dass sich all die Müh und Anstrengung der letzten Woche gelohnt haben und dass wir als diesjähriger Ausrichter der Kirmes viele schöne und lustige Stunden mit Ihnen erleben werden.

Ihr Jahrgang 84/85

 

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